Nachtrag und Kommentar zum Artikel „@Rabenzauber, fatalist und der NSU – ein Nazi “klärt auf”“

Am 15. Juli haben wir einen Artikel zu fatalist und @rabenzauber veröffentlicht. In diesem Artikel wurde die vorschnelle Aussage getroffen, dass @rabenzauber der Twitteraccount von fatalist sei. Diese Aussage kann nicht bestätigt werden. Anscheinend handelt es sich dabei lediglich um einen User, der fleißig die Artikel von fatalist und seinem Blog twittert. Dies hat sich neben der Aussage von @rabenzauber selbst, auch in den weiteren Recherchen bestätigt.

Neben diesem Umstand gab es in den Kommentaren und per Email Kritik an dem Artikel. Die Kritik zielt vor allem darauf ab, dass die Person, die unter dem Namen fatalist auftritt, in diesem Artikel als Nazi bezeichnet wird. Die Argumente seien zu dünn und wir Autor*innen seien Faschist*innen.

Dazu muss gesagt werden, dass es sich bei dem Artikel um eine Art Kurzmeldung gehandelt hat, in der auf die regelrechte Flut an Tweets mit dem #NSU reagiert wurde. Vor allem von @rabenzauber wurden an diesem Tag diverse Artikel von fatalist Blog auf Twitter verlinkt.

In absehbarer Zeit wird ein Artikel erscheinen, der sich ausführlicher mit fatalist und seinem Blog beschäftigt. In diesem wird eine ausführlichere und differenziertere Kritik formuliert werden, als das bisher der Fall war.

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Emails verschlüsseln Teil I – Erklärung

Da wir es wichtig finden, Emails zu verschlüsseln und uns wünschen, dass auch die Kommunikation von Leser*innen und uns verschlüsselt stattfindet, haben wir eine Anleitung erstellt, wie ihr Emails verschlüsseln könnt. Weiterhin wird erklärt, wie Verschlüsselung funktioniert, damit die Nutzer*innen auch wissen, was sie da tun und das Wissen bestenfalls weitergeben können.

Diese Anleitung geht sehr kleinschrittig vor, damit jede*r in der Lage ist, sich eine Verschlüsselung einzurichten und sie anschließend zu verwenden. In diesem ersten Teil wird es vor allem darum gehen, zu beschreiben wie die Verschlüsselung von Emails funktioniert. Eine konkrete Anleitung für die Einrichtung und Nutzung folgt in Teil 2.

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NSU-Prozess | 128. Verhandlungstag: Tino Brandt – Zschäpe hat kein Vertrauen mehr (UPDATE)

Am Mittwoch wurde die Vernehmung von Tino Brandt fortgesetzt. Allerdings kam nicht viel Neues an diesem Verhandlungstag heraus.

Brandt berichtet davon, dass die Thüringer Naziszene wollte, dass das Trio aus Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt wieder nach Thüringen zurückkomme. Andererseits berichtet Brandt von einem Gespräch, dass er 1999 mit Thorsten Heise geführt habe. In diesem Gespräch sei es darum gegangen, dass darüber nachgedacht wurde, ob es für das Trio Sinn mache, sich ins Ausland (konkret Südafrika) abzusetzen und bis zur Verjährung unterzutauchen. Offensichtlich ist dies nicht geschehen; laut Brandt wollte vor allem Zschäpe nicht ins Ausland.

Von dem Abtauchen der drei (1998) habe er durch einen Anruf aus der Szene erfahren und habe danach Geld aus Spenden und vom „Freistaat Thüringen“ weitergeleitet. Nach dem Abtauchen war er nur noch telefonisch mit ihnen in Kontakt. Das Geld selbst sei über einen Mittelsmann an das Trio gekommen – wer dieser Mittelsmann war, wisse Brandt nicht mehr.

In der Befragung von Zschäpes Verteidigung ging es um das am Vortag aufgebrachte Bild, dass es sich bei Zschäpe nicht um eine „Hausfrau“ gehandelt habe und sie an politischen Aktionen beteiligt gewesen sei. Brandt sagt aus, dass Zschäpe keine „Meinungsbildnerin“ gewesen sei. Auf Nachfrage sagt er, er habe generell nichts von terroristischen Aktionen gewusst.

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NSU-Prozess | 127. Verhandlungstag: Tino Brandt

Wie bereits im vorherigen Artikel erwähnt, war heute Tino Brandt im NSU-Prozess geladen. Wir haben ja bereits auf die Artikel von Katharina König zu Brandt verwiesen. An dieser Stelle noch kurz die wichtigsten Fakten über Brandt:

Tino Brandt – ein kurzer Abriss

Tino Brandt war/ist seit Anfang der 1990er Jahre in der Naziszene aktiv und hat sich zu einem der wichtigsten Nazikader mit Schwerpunkt Anti-Antifa in Thüringen entwickelt. Unter anderem war er stellvertretender Landesvorsitzender der NPD und Mitinitiator sowie führender Kopf des „Thüringer Heimatschutzes“.
2001 wurde Tino Brand durch die Thüringer Allgemeine als V-Mann enttarnt. Insgesamt erhielt Brandt Geldbeträge in sechsstelliger Höhe. Unter anderem soll er im Jahr 2000 vom Thüringischen Landesamt für Verfassungschutz 2000 DM erhalten haben, um sie an den NSU weiter zu reichen. Diese sollten sich damit neue Pässe kaufen. Nach Angaben des LaV Thüringen sollte damit dem NSU auf die Spur gekommen werden. Der vermeintliche Unterstützer des NSU, André Kapke, sagte aus, dass Brandt ein aktiver Unterstützer des NSU gewesen sei.
Ob er nach seinem Auffliegen als V-Mann noch in der Naziszene aktiv war, ist nicht bekannt. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass er auch in den letzten Jahren noch aktiv gewesen ist.

Aktuell befindet sich Brandt in Untersuchungshaft in der JVA Gera. Ihm wird vorgeworfen sich der „Prostitution von Kindern und Jugendlichen“ schuldig gemacht zu haben. Das Verfahren wegen dieser Vorwürfe ist noch nicht eröffnet.

 127. Verhandlungstag im NSU-Prozess in München

Der Prozesstag beginnt damit, dass der Zeuge Tino Brandt über seinen politischen Werdegang berichtet – Erst Anti-Antifa, dann der Thüringer Heimatschutz und die NPD. Im Zusammenhang mit dem Thüringer Heimatschutz nennt er sich selber einen Mitinitiator.
Zum ersten mal vom NSU erfahren habe er von André Kapke. Er beschreibt die drei als ein eingeschworenes Trio, dass sich elitär verhalten und abgeschottet habe. Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt berichtet er, seien mit ihm befreundet gewesen. Er habe den NSU vor allem mit Geld unterstützt. Geld aus Spenden, dem Verkauf des Spiels Progropoly und mit Geldern des Verfassungsschutzes – oder wie er sagt: Geld „das der Freistaat Thüringen gespendet hat“. Die Frage, ob einmal 1000-2000 DM für das Trio bestimmt gewesen wären, bejaht er, könne sich allerdings nicht daran erinnern, ob damit Pässe gekauft werden sollten.
Über das Trio berichtet er durchweg positiv. Mundlos sei ein „wirklich lustiger Typ“ gewesen, der sich wie er selbst als Nationaler Sozialist verstand. Böhnhardt sei eher ein ruhiger Typ mit Interesse an Waffen gewesen – aber kein Waffennarr.
Am Interessantesten ist jedoch, was er zu Zschäpe zu berichten hat. Sie sei „keine dumme Hausfrau“, sondern war an politischen Aktionen beteiligt und kenne sich mit „NS-Themen“ und dem Germanentum aus. „Ein Mädchen, das in Ordnung war“. Also keine Spur der zurückhaltenden Person, die an allem nicht beteiligt gewesen sei.
Zum Ende des Verhandlungstages berichtet er, dass er seine Arbeit für den VS bereue, weil es ihm das Leben zerstört habe. Durch sein Auffliegen als V-Mann sei auch seine Freundschaft zu den beiden Uwe und Zschäpe zerbrochen.

Die Befragung wird am Nachmittag von Richter Götzl beendet und morgen fortgesetzt.

@Rabenzauber, fatalist und der NSU – ein Nazi „klärt auf“ [GEUPDATET]

Auf Twitter lassen sich unter dem Hashtag #NSU gerade dutzende Tweets von @Rabenzauber mit Links zur Homepage von „fatalist“ mit Artikeln zum NSU finden. Die Artikel kommen mit sehr vielen Infos, Bildern und vermeintlichen Beweisen daher. Das mag die Homepage relativ interessant erscheinen lassen.

Jedoch handelt es sich bei „fatalist“ um einen Neonazi, der mit dieser Seite versucht zu beweisen, dass es sich beim NSU zu keinem Zeitpunkt um eine neonazistische Aktion gehandelt habe.

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Geekkritik und Berichte über den NSU

Heute beginnt der 127. Verhandlungstag des NSU Prozesses in München und Tino Brandt, der Anführer des Thüringer Heimatschutzes ist geladen.
Zur Person Tino Brandt lässt sich alles wissenswerte auf HASKALA, der Homepage von Katharina König nachlesen.

In der deutschen Linken wird sich gefühlt unfassbar wenig mit dem Thema NSU beschäftigt. Das mag verschiedene Gründe haben, die mensch sich auch teilweise nicht gerne eingestehen möchte. Ein Grund dafür könnte allerdings auch die Überkomplexität dieses Themas sein.
Deshalb wird sich unser Projekt immer wieder mit dem NSU beschäftigen und versuchen, das Thema zugänglicher zu machen. Dafür werden Zusammenfassungen von den Prozesstagen und Hintergrundberichte erscheinen.

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Gedanken zum Nahostkonflikt

In den Kommentaren zum gestrigen Artikel Nachtrag zum #Listengate wurde dieser Blog erstmal als antideutsch bezeichnet. Nett versteckt in der Möglichkeit als kommentierende Person einen Link zu hinterlassen kam es zu den geistrichen beiden Links „http://www.ficktdieantideutschenspinner.de/“ und „http://www.keinetoleranzfuerantideutsche.cn/“. Offen gesagt sind wir überrascht, wie schnell das dann doch ging – und das nach einem Artikel über das #Listengate…Deswegen haben wir uns gedacht, dass wir doch einfach mal Wasser auf die Mühlen geben und etwas  zum aktuellen Konflikt zwischen Israel und Palästina schreiben.

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