NSU Prozess | 131.-133. Prozesstag: Wenig Neues und ein Befangenheitsantrag

131. Verhandlungstag

Erste Zeuge am 131. Verhandlungstag des NSU-Prozesses in München war Thomas Rothe. Der Zeuge, der sich im Umfeld von Blood and Honour bewegt, hatte das Trio direkt nach dem Untertauchen 1998 in seiner Wohnung aufgenommen. Wie die meisten Zeugen aus der rechten Szene konnte er sich auch bei dieser Vernehmung an nahezu nichts erinnern und konnte beziehungsweise wollte keine Auskünfte geben.
Das gleiche Bild hatte sich bereits am 01.04.2014 dargeboten, als er bereits vorgeladen worden war.Damals wurde die Vernehmung unterbrochen, weil es Unklarheiten bezüglich eines laufenden Verfahrens gegeben hatte.

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Geekkritik und Berichte über den NSU

Heute beginnt der 127. Verhandlungstag des NSU Prozesses in München und Tino Brandt, der Anführer des Thüringer Heimatschutzes ist geladen.
Zur Person Tino Brandt lässt sich alles wissenswerte auf HASKALA, der Homepage von Katharina König nachlesen.

In der deutschen Linken wird sich gefühlt unfassbar wenig mit dem Thema NSU beschäftigt. Das mag verschiedene Gründe haben, die mensch sich auch teilweise nicht gerne eingestehen möchte. Ein Grund dafür könnte allerdings auch die Überkomplexität dieses Themas sein.
Deshalb wird sich unser Projekt immer wieder mit dem NSU beschäftigen und versuchen, das Thema zugänglicher zu machen. Dafür werden Zusammenfassungen von den Prozesstagen und Hintergrundberichte erscheinen.

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Und Deutschland vergisst

Deutschland feiert sich und „ihre“ Nationalmannschaft. Da möchte mensch doch kotzend im Kreis rennen. Alle schreien unverkrampft und losgelöst ihren Nationalstolz nach draußen. „Wir müssen doch auch mal stolz sein dürfen“. Wie auch immer mensch stolz auf eine Nation sein will (aber das ist ein ganz anderes Fass)…

Da wird dann auch mal befreit „Sieg Heil“ auf Fanfesten gerufen, und der deutsche Mob rennt beflaggt durch die Straßen und ruft „Deutschland, Deutschland über alles“. Und auch vermeintlich kritische Akteur*innen wie die taz schreiben dann auch mal völlig unverkrampft „Wenn das der Führer noch erlebt hätte?“ in ihrem Ticker zum Spiel.

Zur gleichen Zeit gibt es in Deutschland so viele rechte Übergriffe wie seit Jahren nicht mehr. Die von „Mut gegen Rechte Gewalt“ veröffentlichte Chronik zeigt das auf erschreckende Weise.

In diesem Land ist es kalt und es wird immer kälter!